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Gedicht dem Dichter vorgeschwebt zu haben, und aus dem Gedichte glänzen himmlische Strahlen auf uns zurück. Emilien verblieb nichts, als die Gespielinn ihrer Kindheit und ihrer jiingeren Briider, ein Etwas, welches die Todten in ihrem Gliicke geliebt hatlen, und welches mit einem heiligen Inslinct das wilde Leben in den Wäldern verlief*, wohin es bei der Zerstörung von Rylstone geflohen war, als es in dem Dickicht dieser Wälder das melancholische Antlitz seiner vorigen Gebieterinn erblickte, sie nie wieder zu verlassen, sondern als ein weisser Strahl einer kiinftigen Welt ihre wankenden Schritte durch diese öde Erde zu beleuchten.

Ich könnte Ihnen noch manche gelungene Stellen aus Peter Bell, aus Benjamin the Wagoner, aus den letzten von Wordsworth erschienenen Gedichten mittheilen, aber bald werden sie mit andern Liedern in dem 3len Theile seiner lyrical Ballads, dir jetzt gedruckt wird, vereinigt zu haben seyn. Ich trenne mich ungern von Wordsworth, er beriihrt 80 viele Sayten meines Gemiiths, und ich vermag es nicht zu unterlassen, Ihnen das Sonnett abzuschreiben, welches die englische Nation am mehrslen von Wordsworth bewundert, wenn Sie auch die schöne Jungfrau nicht kennen, welch« dem Dichter so im Schreiben vorgeschwebt haben mag, wie mir im Lesen.

• i She was a phantom of delight

When first she gleam'd upon my sight

A lovely apparition, sent

To be a moments ornament

Her eyes as stars of twilight fair

Like twilight too, her dusky hair

But all things else about her drawn

From day time, and the chearful dawn.
A daneing shape, an image gay
To fiaunt, to startle, and way lay.

I saw her upon nearer view
A spirit yet a woman too
Her household motions light and fre*
And steps of virgin liberty.
A countenance in which did meet
Sweet records, promises as sweet.
A creature not too briglu or good
For human natures dayly food,
For transeient sorrows, simple wiles,
Praise, blame, love, kisses, tears and smiles.

And now I see with eye serene
The very pulse of the machine
A being, breathing thoughtful breath
A traveller betwixt life and death
The Reason firm, the temp'rate will
Endurance , foresight, strength, and skill
A perfect woman, nobly plann'd
To warn, to comfort, and command
And yet a spirit still, and bright
fF~ith something of an Angel light. *)

*} Sie war ein Lufrgebilde zum Entziicken, als sie strahlend meinem Blicke vorschwehte, eine liebliche Erscheinung, gesandt die flichenden Minuten zu schmiicken; ihre Augen so schön wie die Sterne im Zwielicht, und auch wie das Zwielicht ihr dunklet Haar, alles Uebrige um sie war von dem Lichte genommen und der freudigen Morgeurothe. Eine leicht bewegte Gestalt, ein frohes Bild, mir im Geüächtnifs zu weilen, freudig zu erschrecken und zu begleiten.

Wie ich naher sie anblickte, sah ich ihren Geist, sah ich auch das Weib in hauslicher Bewegung, leicht und frei und ihre •Schritte in jungfräulicher Unbefangenheit. Ein Gesicht, in dem liebliche Erinnerungen weilten und eben so liebliche Verhc issungen. Ein Wesen nicht zu glänzend oder zu gut für der menschlichen Natur tägliche Kost, für die fliehenden Sorgen, die unschuldigen Scherze, das Lob, den Tadel, die Liebe, die Küsse, die Thränen

und das Lächeln. . . . .

Und nun sehe ich mit heiterem Blick selbst die Pulse ihres Lebens, ein Wesen, welches einen gedankenvollen Geist athmet, eine Pilgerinn zwischen Leben und Tod, ihre feste Vernunft, ihren gemässigten Willen, ihre Duldungskraft, Voraussicht, Stärke und Geschicklichkeit, ein vollkommenes Weib, voller Adel der Bildung, um zu beleben, zu trösten und zu befehlen, und doch mit einem stillen und heitern Gemüthe, in welchem sich Engel mischten.

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