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Wärterinnen, und vermischten mit ihrem Wachsthum ätherische Substanzen. Weniger rein als diese ist jener seltsame indische Vogel, der nie in irdische Ströme seinen Schnabel taucht, sondern, wenn das Geräusch herankommender Regenschauer gehört wird, emporblickt, und seine Nahrung aus den Wolken empfängt. Weniger rein ist der fufslose Vogel des Himmels, der nie auf der Erde ruhet, sondern immer auf seinen Fittigen über BInmen verweilend, ihre duftende Nahrung einsaugt, den fallenden Thau auf seinem Wege schlürft, und schläft, während er auf dem Winde schwebt.

Eilfter Brief.

Southey ist nach dem Vorhergebenden unstreitig ein Dichter, allein, beliauptet ein englischer Kunstriehler, nicht von der mien CJassc. Es ist mchr von der Khctorik in ihiu •It von Begeislerung, und wir haben ofterer Gelegenheit, seinen Geschmack und seincn Fleifs in Erborgung und Auasckmiickung, als seine Kuhnbeit und sein Gliick im Erfinden zu bewundern. Er bat unslreitig grofec Guben, einen Gegenstand zu veredeln und zu verberrlichcn, aber er gebraucht sie nicht immer gliicklich. Er ist weder klar, noch beslimmt, notb anspruchslos einfach, und er ist zu sebr darauf erpicht, alles miigliche aus einer Sache zu machen, dafs er dadurch des Guten oft zu viel tbut. Seine Empfindungen und seine Situationen sind oft natiirlich genug, aber die Emphase und das Anmofslitbe, womit er sie vortragt, verderben dies wieder. .'

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Roderick ist das beste, und Wir denken, sagt obiger Beurtheiler, das kräftigsle Gedicht von Souihey. Es fliefst von erhabenen Grundsatzen und prachtigem Farbenspiel iiber and entbält mehr reicte und umfassende Beschreibungen, mehr Schöne Gemählde, reine Zartlichkeit und ergreifende Scenen von Seelenleiden und Stelenerhabenheit, als sonst in Werken dieser Art- angetroffen werden. Es ist ein Gedicht, welches nicht ohne grofse Verdiensie ist und nicht ohne grofse Popularität 6eyn sollte.

Der Inhalt des Gedichts ist dieser. Roderich, der König der Gothen, ungliicklich verheirathet, erfrecht sich, die Tochter des Grafen Julian zu entehren. Dieser, nicht so edel wie Brutus, das Vaterland durch sich selbst zu rächen, ruft die Mauren in's Land und ficht als christlicher Abtriinniger an ihrer Spitze. In einer Schlacht von 8 Tagen wird Roderich besiegt, vertauscht sein königliches Gewand mit demjenigen eines erschlagenen Bauern und flieht in die Einöde. Alles glaubt ihn getodtet. Nach der Busse eines Jahres findet er sein Schlachtrofs wieder, und stiirzt sich mit dem Geschrei: Roderich und Sieg" auPs Neue in das Schlachtgewiihl. Sein Ruf wird das Feldgeschrei des Tages und der Begeisterung zum Siege. Nachdem dieser errungen ist, verschwindet er wieder und. verbirgt sich in eine Einöde, woselbst er sein Leben in Biifsungen vollbringt.

Dieses ist der Anfang des Gedichts:

Roderick, the last of the Goths.

Long ;iad the erimes of Spain eried out to Heaven; At length the measure of offence was full. Count Julian; called I he invaders; not because Inhuman priests with unoffending blood Had stained their country; not because a yoke Of iron servitude oppressed a)id galled The children of the soil; a private wrong Roused the remorseless Baron. Mad to wreak His vengeance for his violated child On Rodericks head , in evil hour for Spain, For that unhappy daughter and himself, Desperate appostate, . . *n the Moors he called;

And like a cloud of locusts, whom the South

Wafts from the plains of wasted Africa,

The Musselmen upon Iberia's shore

Descend. A countless multitude they came;

Syrian , Moor, Saracen, Greek renegade,

Persian and Copt and Tatar, in one bond

Of erring faith conjoined, . . strong in the youth

And heat of zeal, . . a dreadful brotherhood,

In whom all turbulent vices were let loose;

While Conseience, with tlieir impious ereed accurst,

Drunk, as with wine, had sanctified to them

All bloody, all abominable things.

Thou, Calpe, sawest their coming: aneient Rock lienowned, no longer now shall thou be called From Gods and Heroes of tlte years of yore, Kronos, or hundred-handed Briareus, liacclms or Hercules; but doomed to bear The name of thy new conqueror, and thenceforth To stand his everlasting monument.* Tlwu sawest the dark-blue waters flash before Their ominous way, and whiteii round their keels; Tlieir swarty myriads darkening o'er thy sands. There on the beach the misbelievers spread Their banners, flaunting to the sun and breeze: Fair shone the sun upon their proud array, TVhite turbans, glittering armour, shields engrailed With gold, and scymitars of Syrian steel, And gently did the breezes, as in sport, Curl their long flags outrolling, and display The blazoned scrolls of blasphemy. Too soon The gales of Spain from that unhappy land Wafted, as from an open clutrnel- house, The taint of death; and that bright Sun , from fields Of slaughter, with the morning dew drew up Corruption through the infected atmosphere. , .

Then fell the kingdom of the Goths; their hour Was come, and Kengeanee, long withheld, went loose. Famine and Pestilence had wasted them,

And Treason, like an old and eating sore,

Consumed the bones and sinews of their strength;

And, worst of enemies, their sins were armed

Against them. Yet the sceptre from their hands

Past not away inglorious; nor was shame

Left for their children's lasting heritage.

Eight summer days, from morn till latest eve,

The fatal fight endured, till perfidy

Prevailing to their overthrow, they sank

Defeated, not dishonoured. On the banks-.

Of Chrysus, Roderick's royal car was found;

His battle-horse Orelio, and that helm

Whose horns, amid the thickest of the fray

Eminent, had marked his presence. Did the sir cam

Receive him with the undistinguished dead,

Christian and Moor, who clogged its course that day?

So thought the Conqueror, and from that day forth,

Memorial oj his perfect victory

He bade the river bear the name of joy.

So thought the Gotlis; they said no prayer for him,

For him no service sung, nor mourning made,

But cliarged their crimes upon his head, and curst

His memory. *)

Roderich, der Ictzte der Gothen. Lange hat ten die Verbrechen Spaniens gen Himmel geschrien; endlich war das Maafs der Siinden voll. Graf Julian rief die Einbrechenden; nicht weil unmeuschliche Priester mit unschnl« digem Blnte ihr Land befleckt batten; nicht weil ein Joch von eiserner Selaverei die Kinder des Bodens unterdruckte und peinigte; ein Privatuurecht trieb den unbarmherzigen Freiherrn. Wahm sinnig, seine Rache fur sein entehrtes Kind auf Roderichs Hatipt «u schiiiten, rief er in einer bOsen Stunde fur Spanien, fur jene ungluckliche Tochter unti fur ihn selbst, er der verzweifelte Abtxiumige, . . die Mauren hetheij und wie eine Wolke von

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