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Zu den lieblichsten land lichen Gcdichten der ncueren Zeit gehöj-t unstreilig eki Gedicht in der Sammlung der Gedichte von Wilson, iiberschrieben „ der Angler."

wandernden Adern von himmlischem Blau mit Leben, die uber deine schöne Stirn streifen, in einem Glanz von goldenen Haaren verloren? 0! kann dieser leichte und Iuftige Hauch yon einem Wesen emporsteigen, welches zu sterben bestimmt 1st? Können diese Gesichttzuge dereinst in's Grab gelegt werden, die im Schlaf so stumm beredt sind; oder bist du, was deine Gestalt andeuten möchte, die Etscheinung eines gliicklichen Traumes?

O, dafs Diein geistiges Auge es erspahen könnte, wo dieser Schimmer der Entziickung hervorbrach. Das Licht der traumenden Seele scheint mit Gedanken zu spielen, die uber deine Jahre hinaus sind. Du laclielst, als wenn deine Seele zum Himmel emporstiege, den Gott des Himmels zu verchren. Wej kann sagen, welche hohe Erscheinungen die schlafenden Augen eines Kindes begliicken mOgen? Welchen glanzenderen Thron kann die ewige Klarheit zum Herrschen linden, als eine kindliche Seele, ehe noch die Sönde die Gloric des Seraphim zerstört, oder der Irrthum sie truht?

O, schOne Erseheinuag! könnte Ich doch wieder so jung, so rein seyn, wie du! Eitler Wunsch! des Regenbogens strahlende Gestalt kann den Sturm schauen, aber vennag nicht, ihm zu widerstehen j Jahre Verm6gen die Gorgonenfarben zu triiben, die den Paradlesvogel zieren, und Jahre, so hat es das Schicksal geboten, rollen Wolken uber den Sommer der Seele.

Schon wie der Anbruch der Dammtrung war dieses Gesicht, als der Schlaf iiber seine Schöuheit gezogen war, wie ein diinner

Einc GeselUchaft hat zum Angeln an einem einsamen See ein Gezelt aufgeschlagen. Davon sagt der Dichter: .,

And thus our 'tent a joyous scene became,
Where loving hearts from distant vales did meet
As at some rural festival, and greet ,
Each other with glad voice and kindly name.
Here a pleased daughter to her father smiled,
With fresh affection in her soften'd eyes;
He in return look'd back upon his child
With gentle start and tune of mild surprise;
And at his little grandehild, at her breast, x
An old man's blessing and a kiss bestow'd
Or to his cheek the lisping baby prest,
Light'ning the mother of her darling load;
While comely matrons, all sedately ranged
Close to their husbands' or their children's side,
A neighbour's friendly greeting interchanged,
And each her own with frequent glances eyed,
And raised her head in all a mother's harmless pride.
Happy were we among such happy hearts!

Schleyer, der halb das Licht der Seele verhiillte und halb es verrieth, wahrend dein beschwichtigtes Herz mit Erscheinungen kampfte, jede zitternde Augenwimper von Gedanken bewegt ward, und Dinge, von denen wir traumen, aber nie zu sprechen vermdgen, wie Wolken uber deine Wangen wogten, wie solche Sommerwolken, die leicht voriiberziehen, wenn der Himmel der Seele rnhig und heiter ist; bis du erwachtest, — da sprang dein ganzes Herz voll Entziicken in deine Augen! Und lieblich ist dieses dein Herz, oder sicher konnten diese Augen nie mit einem solchen wilden, aber verschamten Freudenblick glanzen, der heiter ist und halb die Blodigkeit dampft!'

And to inspire with kindliness and love
Our simple guests, ambitiously we strove,
With novel converse and endearing arts!
The gray-hair'd men with deep attention heard,
Viewing the speaker with a solemn face,
While round oar feet the playful children stirr'd,
And near their parents took their silent place,
Listening with looks where wonder breathed a glowing

grace.

And much they gazed with never-tired delight
On varnish'd rod, with joints that shone like gold,
And silken line on glittering reel enroWd,
To infant anglers a most wondrous sight!
Scarce could their eluding parents then control
Their little hem Is in lutrmlexs malice gay.
But still one , bolder than his fellows, stole
To touch the tempting treasures where they lay.
What rapture glistened in their eager eyes,
When, with kind voice, we bade these children take
A preeious store of well -dissembled flies,
To use with caution for the strangers' sake!
The unlook'd-for gift we graeiously bestow
With sudden joy the leaping heart o'erpowers;
They grasp the lines, while all their faces glow
Bright as spring blossoms after sunny showers,
And wear them in their hats like wreaths of valley

flowers! *)

i) Und so ward unser Gezelt eine Scene der Fteude, wo liebende Herzen aus fernen Thalern zusammenkamen, wie bei einem landlichen Feste, und sich mit froher Stimme und frenndlichen Namen begrulsten. Hier lachelte eine liebliche Tochter ihrem Vater zu nit so eben dem Herzen entquollener Zartlichkeit im Blick; er dagegen sah auf sein Kind zuriick mit lieblichem Erstaunen und milder Ueberraschung, und gab dem kleinen Enkel an ihrer Brust, den Segen eines. Greises und eiuen Kufs, oder driickte das

Dann beschreibt der Dichler reizend die Landmadehen.

lispelnde Kind an seine Wange, der Mutter ihre geliehte Burde abuehmend, wahrend sittige Matronen, in ruhiger Ordunng dicht an ihrer Manner oder ihrer Kiader Seite gestellt, eines Nachbarn freundlichen Grufs erwiederten, und jede die Ihrigen mit haufigen Blicken ansah, und ihr Haupt in aller harndosen Freude einer Mutter aufhob. Gliicklich waren wir unter solchen gliicklichen Herzen! und mit Ehrgeiz strehten wir, dr.rch Neuheit der Unterbaltung und durch einschmeichelnde Kiinste mit Zutrauen und Liebe unsere einfachen Gaste zu beseelen! Die Manner mit grauen Haaren hörten mit grofser Aufmerksamkeit zu, mit ernstera Gesicht den Sprecher anschauend, wahrend zu unseren Fiifsen die spielenden Kinder geschaftig waren, und neben ihren Eltern schweigend Platz nahmen, mit Blicken horchend, wo die Verwunderung eine gliihende Anmuth aushauchte. Und viel staunten sie mit nie ermudendem Entziicken die gefirnifste Angelruthe an, mit Ringeln, die wie Gold glanzten, und die seidene Angelschnur an einer schimmernden Rolle befestigt, jungen Anglern ein wundervoller Anblick. Kaum, konnten ihre staunenden Eltern sie beschwichtigen, wie ihre kleinen Herzen in harmloser Schalkheit frohlich waren, aber einer, kiihner als seine Genossen , schlich sich heran, die lockenden Schatze, wo sie lagen, zu beruhren. Welches Entziicken leuchtete aus ihren begierigen Augen, als wir mit sanfter Stimme diesen Kindern sagten, sie mochten einen kostharen Vorrath tauschend gemachter kiinstlicher Fliegen nehmen, und sie, als ein Geschenk der Fremden mit Vorsicht gebrauchen! Das unerwartete Geschenk, welches wir mit Anmuth geben, iiberwaltigt mit plOtzlicher Freude die hupfenden Herzen; sie greifen nach den Schniiren, wahrend ihre ganzen Gesichter ergliihen, glänzend wie Friihlingsbliithen nach einem sonnigen Regen, und tragen sie in ihren Huten, wie Krauze von Blumea des - Thales. .

TVell did the roses blooming on their cheel, And eyes of laughing light, that glisten'd fair Beneath the artless ringlets of their hair, Each maiden's health and purity bespeak. Following the impulse of their simple will, ivo thought had they to give or take offence; Glad were their bosoms, yet sedate and still, And fearless in the strength of innocence. Oft as, in accents mild, we strangers spate To these sweet maidens, an unconseious smile like sudden sunshine o'er their faces broke, And with it struggling blushes mix'd the while, And oft as mirth and glee went laughing round, Hreath'd in this maiden's ear some harmless jest fVould make fier, for one moment, on the ground Her eyes let fall, as wishing from the rest To hide the sudden throb that beat within her breast *).

*) Wohl bezeugten die Rosen, die anf ihren Wangen bliiheten, und die Augen von lachendem Licht, die schön unter den kunstlosen Locken ihrer Haare hervorschimmerten, die Gesundheit und Sceleureinheit jedes Madehens. Der Eingebiing ibres einfachen Willens folgend hatten sie keinen Gedanken zu beleidigen, oder sich beleidigt zu halten. Froh waren ihre Herzen, aber anstandig und still, und furchtlos in der Kraft der Unschuld. Oft wenn wir Fremden in milden Tönen zu diesen lieblichen Madchen sprachen, brach ein sich unhewufstes Lacheln wie plotzlicher Sonnenschein iiber ihre Gesichter und mischte sich zuweilen mit dem bekampften Errothen, und oft wenn die Freude und der Scherz lachend im Kreise herumgingen, machte ein harmloser Scherz, den Madehen in's Ohr geraunt, dafs sie auf einen Augenblick den Boden anstierten, als wollten sie den ubrigen die plotzliche Wallung verheimlichen, von der ihr Here crbebrc.

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