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Vierzehnter Brief.

D as bekannteste Gedicht von Wilson 1st: the City of Ihe plague, Edinburgh i8i6. Als das Charactcristischstc des Dichters wird in dem Edinburgh Review vom Juny 1816 angegeben, dafs er im höchsten Grade liebenswürdig als Dichter scy. Das Gedicht beschäftigt sich mityder Pest in London von 1666 und ist dramatisch abgefafst, obgleich es sich nicht zur Aufführung eignet. Ein Seeofficier, der von einer langen Reise kommt, eilt auf Londen zu, seine Mutter und Geschwister z'u sehen und ihnen zu helfen. Ein Freund begleitet und tröstet ihn, dafs die Stille der Stadt daher rühre, weil es Sonnabend - Abend sey.

O unrejoicing Sabbath! not of yore,
Did thy sweet evenings die along ihe Thamet
Thus silently! Now every sail is furl'd,
The oar hath dropt from out the rower's hand,
And on thou flôw'st in lifeless majesty,
River of a desert lately filled with joy i »
O'er all that mighty wilderness. of stone
The air is clear and cloudless as at sea
Above the gliding ship. All fires are dead,
And not one single wreath of smoke ascends
Above the stillness of the towers and spires.
Mow idly hangs that arch magnificent

Across the idle river I Not a speck

Is seen to move along it. There it hangs,

Still as a rainbow in tiie pathless sky.

Here , on this very spot where now we rest,
Upon the morning I last saiPd from England,
My mother put her arms around my neck,
And in a solemn voice, unchok'd by tears
Said: „Son! a last farewell!" That solemn voice,
Amid the ocean's roaring solitude,
Oft past across my soul, and I have heard it
Steal in sad music from the sunny calm
Upon our homeward voyage, when we spake
The ship that told us of the Plague, I knew
That the trumpet's voice would send into our souls
Some dismal tidings; for I saw her sails
Black in the distance, flinging of with scorn
A shower of radiance from the blessed sun *).

*) 0 freudenloser Feiertag! vormals starben deine heblichen Abende nicht so schweigend langs der Themse dahin! Nun ist jedes Segel zusammengebunden, und den Händen des Ruderers sind die Ruder entfallen, und du, o Flufs einer Wüste, fliefsest nun in lebloser Majestät einher, da du noch neulich so voll Freude warst! Ueber dieser ganzen mächtigen Wildnifs von Stein ist die Luft rein und wolkenleer, wie zur See über dem gleitenden Schiffe, Alle Feuer sind verlöscht, und nicht ein einziger Kranz von Rauch steigt über die Stille der Giebel und Thurmspitzen auf. Wie müssig hängt jener prächtige Bogen über dem müssigen Flufs! Nicht einen Fleck sieht man längs demselben sich hinbewegen. Da hängt er ruhig, wie ein Regenbogen, an dem pfadlosen Himmel.

Hier, auf diesem nämlichen Fleck, wo wir jetzt ruhen, schlang meine Mutter an dem Morgen, als ich zuletzt von Eng. land absegelte, ihre Arme um meinen Hals, und sagte mit feierlicher, durch Thränen nicht gehemmter Stimme: „Sohn, ein Ein alter Mann, der mit einem Kinde aus der Stadt flieht, beschreibt die Stille, die offenen Todlengrüfle als furchtbar nnd warnt zu fliehen. Sie dringen in die Stadt, auf einem der öffentlichen Plätze haranguirt ein Betrüger das Volk, wird aber vrährend seiner Charlatanerie von der Pest befallen, und alle fliehen ihn. Die Geliebte des Seeofficiers ist au* Westmoreland nach London gekommen, alle ihre Verwandte sind ihr abgestorben, und in heiliger Begeisterung leistet sie den Sterbenden Hülfe*. Wir finden sie. im lauten Gebet in einer Kirche, wo sie ausruft:

Oh! let me walk the waves of this wild world
Through faith unsinking; stretch thy saving hand
To a lone castaway upon the sea,
JVho hopes no resting-place except in heaven
And oht this holy calm, this peace profound,
That sky so glorious in infinitude,
That countless host of softly-burning stars,
And all that floating universe of light,
Lift up my spirit far above the grave,
And tell me that my pray'rs are heard in Heaven *).

letztes Lebewohl!" Diese feierlichen Töne gingen oft auf des brüllenden Oceans Wüste durch meine Seele, und ich hörte sie, wenn sie im traurigen Wohlklang sich aus der sonnigen Meeresruhe hervorstahlen. Auf unserer Zubausereise, als wir das Schiff sprachen, welches uns von der Pest erzählte, wufste ich, dafs des Sprachrohrs Mündung uns irgend eine schreckliche Nachricht in die Seele donnern würde i^lenn ich sah, dafs seine in der Entfernung schwarzen Segel mit Verachtung einen Strahlenre^en der gesegneten Sonne von sich stiefsen.

•) O, lafs mich über die Wogen dieser wilden Welt im unversinkenden Glauben wandeln; — reiche deine rettende Hand einem £in Bösewicht, der sie beten hört, wird durch ihre Frömmigkeit bekehrt, und bekennt seine Unlhatcn. Der Officier eilt, ohne die Nähe seiner Geliebten zu ahnden, dem. Hause seiner Mutler zu, — sie ist todt, sein Bruder ist toJt. Jiinc Schwester verkündigt es ihm mit diesen Worten:

Last night I sat with heil,
And talk'd of thee; two tranquil hours. we talk'd
Of thee and none beside, while little William
Sat in his sweet and timid silent way
Upon his stool beside his mother's knees,
And, sometimes looking upwards to her face,
Seem'd listening of his brother far at sea.
This morning early I look'd in upon them
Almost by chance. There little William lay
With his bright hair and rosy countenance
Dead though at first 1 thought he only slept.
J,you think," his mother said, „that William sleeps,
„But he is dead! He sicken'd during the night,
„And while I pray'd he drew a long deep sigh,
„And breath'd no more!"
— / found that she had laid upon her bed
Many of those little presents that you brought her
From your first voyage to the Indies. Shells
With a sad lustre brighten'd o'er the whiteness
Of these her funeral sheets , and gorgeous feathsrs,
With which, few hours before, her child was playing,
And lisping all the while his brother's name,
Form'd a sad contrast with the pale, pale face,

armen auf der See Verirrten, der keinen Ruheplatz mehr als im Himmel zu finden hofft; und, o, diese heilige Ruhe, — dieser in seiner Unendlichkeit so glorreiche Himmel, — dieses zahllose Heer sanftglühender Sterne, und dieses ganze schwebende Universum von Licht, erheben meinen Geist weit über das Grab, und sagen mir, dafs mein Gebet im Himmel erhört ist.

lying so still beneath its auburn hair.

Two letters still are in her death - closed hand

And will be buried with her. One was written

By your captain', after the great victory

Over De Ruyter, and with loftiest praise

Of her son's consummate skill and gallantry.

The ot/ter , now almost effaced by tears,

Was from yourself, the last she had from you,

And spoke of your return. God bless thee, boy!

I am too old to weep but such return

Wrings out the tears from my old wither*'d heart.

Frank. O 'tis the curse of absence that our love
Becomes too sad too tender too profound
Towards all our far-of friends. Home we return.
And find them dead for whom we often wept,
Needlessly wept when they were in their joy!
Then goes the broken - hearted mariner
Back to the sea that welters drearily
Around the homeless earth! *)

•) Gestern Abend safs ich bei ihr, und sprach von dir; zwei ruhige Stunden sprachen wir von dir und von sonst Niemand, während der kleine Wilhelm auf seine liebliche und schiichtern schweigende Weise auf seinem Stuhl safs neben den Knien seiner Mutter, und, zuweilen in ihr Gesicht emporblickend, auf seinen weit auf der See entfernten Bruder zu horchen schien. Fruh diesen Morgen sprach ich ganz von ungefahr bei ihnen vor. Da lag der kleine Wilhelm mit seinem glanzenden Haar und seinen rosigen Wangen todt da, obgleich ich anfangs dachte, er schliefe nur. „Ihr denkt," sagte die Mutter, „Wilhelm schlafe; aber er ist todt . Er erkrankte wahrend der Nacht, und wahrend ich betete, stiefs er einen langen, tiefen Seufzer aus, und athmete nicht mehr!"

Ich sah, sie hatte auf ihr Bett viele von den kleinen Geschenken gelegt, die du ihr von deiner ersten Reise nach Indien

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