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schreiben, währcnd die englischen und schotti^clien Kunstrichler ihm dies läng«t, als abgelegten Jugendfehler, verziehen, und nur eine Stimmc des Lobes und der Bewunderung iiber ihn haben. Schlimmer ist niemand mit seincn Satyrcn weggekommen, 'wie Moore. Nach den englischen Zeitungen vernntreuten seine Untergebencn, with rend er in Amerika reiste, i5ooo Lstrl.., wegen weleher Summe ein Arrest* befehl gegen Moore in England neulich erlassen war. Er hält tich jetzt gewöhnlich in Bo\rwood in Wiltshire auf, -wo er Hofs den Wissenschaften lebt und der Hk'uslichkeit. Er vermaiilte sich mit der schonen und liebenswiirdigen Mifi Dike, mit welcher er eine gliickliche Ehe fiihrt. — Sheridan hatte schon von Moore gesagt: „Es ist kein menschliches Wesen .j'iorhanden^ wejciies von seinem Herzen so viel in seine „Phantasie legen kann, -wie Moore es thut, und seine Secle „scheint dabei ein Feuertheil zu seyn, welcher von der „Sonne getrennt wurde, und schon wicder in Bewegung ist, „sich auPs Neue mitdieser Quelle des Lichts und der j,Warme zu vereinigeu," , :,' .

Dieses Urtheil machte er durch sein Hauptgedicht voller morgeul'andischer Farben wahr. Lord B^roi; kiindigte es der Nation an, indem er Moore sein schiines, mit gliihender Phantarie .geschaffenes Gedichi: , the Corsair, ( mit den Worten widmete:

„Erlauben Sie, Moore ^tdats ich, der aeit unserer ersten „ Bekanntschaft die Jalu'e, die ihr vorhergegangen waren, „als verloren Lcdauere, die hescheidene^aber aufrichiigo Hul* „digiuig dec Freundschaft, der Stinune von mchr als. einer „ Nation uinzufiige. Man iftgt in deui ZirkeL Ihrer Frcunde, ,,da& ein Gtdicht i>ie beschiiftigt, wovon die Scencn in de'a ,,Liuidern des Sonnenaufga.ngsa&egen. fimmand wird 6ichur '„ solchen Scenen mehr Gerechtigkeit widerfahren lassen „können, als Sie. Die Drangsale Ihres eigenen Landes, „der hochherzige und stolze Geist seiner Söhne, die Schön„heit und das Gefühlvolle seiner Töchter, wird uns darin „begegnen. Ihre Phantasie wird eine wärmere Sonne, einen. „unbewölkteren Himmel, wie Irland hat, schaffen, aber „Wildheit, Zartheit und Originalität ist ein Theil desjenigen, „was Ihren Nationalanspruch auf orientalische Abkunft „ begründet. ,

'"„Was mein Gedicht betrifft, wird es demselben' from„men, dafs der Mann, der zugleich das Entzücken seiner j, Leser und seiner Freunde, der Dichter aller Zirkel und da» ¡, Idol ' seines Landes ist, mir es erlaubt, hier und'immer ,','mich zu unterschreiben u. s. w.'

Nachdem einer der größten Dichter, dem Geiste nach einer der ersten unter allen seinen ¿ über die ganze Erde zerstreuet en Zeitgenossen, auf diese' Weise das Gedicht Lalla Kookh angekündiget hatte, erschien es 1817 und hatte 1818 schon acht Auflagen erlebt. Der Verleger zahlte, heifst es, für das Recht des 'Verlags dem Dichter З000 Guiñeen (circa

18000 Rthlr. nach unserm Geldel

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Lálla Kookh in'. 3eni Gedichte ist die Tochter des Großmoguls Arungzebez, die einem bucharischen Prinzen, ' der über Caschemir herrscht, verlobt ist.'.' Ein zahlreiche* Gefolge aus Caschemir kommt nach Delhi, die Prinzessin zu ihrem künftigen Gemahl zu führen. Die Beschreibung der Roise, der Gegenden, durch welche sie führt, ist der prosaische ThciL der Romanze. An den Rastplätzen unterhält ein junger bucharischer Dichter die Prinzessin mit den» Zauber der Dichtkunst, indem er zuerst die Geschichte des

Propheten yon Korassan, dann eine Romans*, iiierschxieben: das Faradies und die Peri *), vortriigt; dann die Geschichte des letzten Ghebers (Fcueranbeters) und die Besehreibung eines Caschemirschen Festes, iiberschrieben: das Licht des Harems. Der Feueranbeter, das schönsle Gedickt, bezauberte die Prinzessin fur den jungen Dichler, (Feramorz sein Name) die von nun an trostlos ihrem kiinftigen GemaM entgegen ging, erbittorte aber zugleich durch seine Jieterodoxen Stellcn ihren Oberkannnerkerrn, der auf nicbis -ann, als To er den Dichter bei der Ankunft in der Hauptsladt als Neuerer denuneiircn und knuten lasscn wolle. Eeide aber wurden mit entgegengesetzleu Geftibicn iibertascbt, xrie es im 1'alias, t des Furslen sich zeiglc, dafs der Dickter und der Fiirst ein und dassclbe Wesen

In dem Edinburgh Review heifk es iiber dieses Ge

Lalla Rookh ist die schonsle oriontalischc Blume, die Wit je noch geschen haben. Nie hat das Land der Sonne auf die Kinder des Nordens so hell geschicnen, noch sind je den entiiickten Sinncn der Europaer die Lieblichkeileu Asicns so kingesckuttet, oder seine Gorgoncngestalten so aufgedeckt. Die schonen Formen, der blcndende Glanz, die Wohlgeruch hauchenden Dufte des Ostens haben einen vertvandlcn Dickter auf der griinen Inscl des Western gefunden, dessen bokes Genie man schon seit longer Zeit einem warmercn Klima entsprosscn glaubte, welches nun in diescn Zaubergpgenden spielend schwelgt, als fiiklc es, dafi es endlich sein keimatkliches Element wicder gewonnen habe, Es ist - •. - .«.»..!'.*!

"Peri sind eine Art Genien.

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