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NOUVEAU RECUEI

DE

TRAITÉS

d'Alliance, de Paix, fie Trêve, de Neutralité,
de Coinmerce , de LUnites, dEchangé etc. et de
plusieurs autres actes servant à la connaissance
des relations étrangères '*

des Puissances et Etats

DE L'EUROPE

TANT DANS LEUa RAPPORT MUTUEL

QUE DANS CELUI ENVERS LES PUISSANCES

ET ETATS DANS D'AUTRES PARTIES DU GLOBE
depuis 1808 jusqu'à présent.

Tiré des copies publiées par autorité, des meilleurs collections
particulières de traités et des auteurs les plus estimés.

PAR

GEO. FRÉD, De MARTENS

continué par

FRÉDÉRIC SAALFELD.

TOME VI. PREMIERE- PARTIE.
1822 — 1823 incL

À GOTTINGUE,

DANS LA LIBRAIRIE DE DIETERICH.
18 2 8-

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1.

Déclaration concernant les mesures 1822
prises par le grand duché de Bade
et le grand duché de Hesse pour ré-
primer les délits forestiers dans les
forêts limitrophes, signée à Carls-
ruhe le 4 Janvier 1822-

(Regierungs-Blatt des Grofsherzogthums Baden
Nro. IV. 22. Januar 1822.),

Xi achdem die Grofsherzoglich Badische Regierung und
die des Grofsherzogthums Hessen sich von der Noth-
wendigkeit, wirksamere Maasregeln zur Verhùtung der
Forstfrevel in den Grenzwaldungen gegenseitig zu tref-
fen, iiberzeugt haben: so sind dieselben ùber nachfol-
gende Punkte mit einander ùbereingekonimen, nâmlich:

1. Es verpflichtet sich sowohl die grofsherzoglich Badische, als die Grofsherzoglich Hessische Regierung, die Forstfrevel, welche ihre Unterthanen in den Waldungen des andern Gebiels veriiben muchten, sobald sie davon Kenntnifs erhalt, nach denselben Gesetzen zu untersuchen und zu bestrafen, nach vvelchcn sie untersucht und beslraft werden wiirden, wenn sie in inlandischen Forsten begangen worden waren.

2. Die Forstbeamten des einen Staats haben den amtlichen Protocollen der Forstbeamten, so wie anderer etwa zustandiger Polizei- und Gerichtsbeamten, Glauben beizumessen, mithin die mit geniigender Bestimmtheitangezeigten Frevler fur schuldig zu erkennen, wenn sie keinen andern vollstandigen Gegenbeweis fùhren.

Die Fôrster (Waldwarter u. s. w.) haben das Recht

A

1822 den Frevler auf Bctrelen auf dem Gebiete, wo er ge

frevelt hat, zu arretiren und ihn an die Local-Poli

zei-Behorde seines Wohnorts abzugeben. oder abgebeu zu lassen.

4. Von den beiderseitigen Beborden soll, zur Entdeckung der Frevler, aile mogliche Hiilfe geleistet werden; namentlich wird gestattet, dais die Spur der Forstfrevler durch die Fiirster (Waldwàrter u. s. w.) in das fremde Gebiet verfolgt, und Haussucliungen auf der Stelle ohne vorherige Ânfrage bei den Landesbehiirden, iedoch nur in Gegenwart und nach der Anordnung des zu diesem Behufe mùndlich zu requirirenden Orts-Polizeibeamten (Biirgermeisters, Schullheifsen u. s. w.) vorgenonunen werden. Dieser hat die hierbei aufgefundenen, angeblich gefrevehên Gegenstiinde in sichere Ver^Yab^ung bringeu zu lassen, ùbrigens fur die Haussucbung keine Belohnung zu empfangen.

5. Bei diesen Haussucliungen mufs der Orts-Polizei-Beamte sogleicli ein Protocoll aufnehmen, und eine Ausfertigung desselben dem requirirenden Angeber einbandigen; eine zweite Ausfertigung aber seiner vorgesetzten Behurde (Landratb, Regierungsbeamten u. s. w.) ûbersenden, bei Vermeidung einer Polizei-Strafe von einem bis fùnf Guide» fur jeden Ortsvorstand oder Polizei-Beamten, weleber der Réquisition niebt Genùge leistete. Auch kann der Angeber verlangen, dafs der Forster oder in dessen Abwesenlieit sonst jemand vom Forstpersonale des Orts, worin die Haussuchungen vorgenommen werden sollen, dabei zugezogen werde.

6. Den untersuchenden und bestrafenden Behorden der beiden Staaten wird zur PJlicht gemacht, die Untersuchung und Bestrafung der Forstfrevel so schleunig vorzunehnien, als es nur inmicr moglich ist; auch besonders bei ausgezeichneten und bedeutenden Freveln nicht bis zu den in mehreren Theilen des Grofsherzogthums Hessen, gewohnlich vierteljahrig zu haltenden Forstgerichten auszusetzen, sondern in jedem einzelnen Fallc 80gleich eintreten zu lassen.

7. Die Vollziehung der Forsterkenntnisse aebst der Beitreibung der dem Eigenthûmer zuerkannten Entschadigungsgelder soll mit der erforderlichen Beschleunigung

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