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Philippe De Sportes, auch ein vornehmer Prälat, gab sich nickt weniger Mühe, sich in seinen Versen natürlich und rein «französisch auszudrük» ken '). Sein besonderer Gönner war der König Heinrich KI., von dem er so reichlich mit Pfründen versorgt wurde, daß er im Uebersiuß und fast ganz für seine poetischen Studien leben tonnte. Die meii sten> seiner vielen Gedichte sind Sonette, Elegien und tieder der tiebe. EigenthümlicheS haben sie nichts. Auch^neigen sie sich an einzelnen Stell len zu der ronsardischen Manier. Aber sie sind nicht überladen mit Mythologie und Gelehrsamkeit, und empfehlen sich im Ganzen durch anständige Sw'pli« oltät der Gedanken und der Sprache. Besonders zeichnen sich seine Bergerien (IlerZeri«), wie er sie nannte, durch einen natürlichen Ton länd« licher Empfindungen aus. Es sind lyrische Betracht tungen über das Glück des tandlebens, in Uedern und Sonetten °).

Es

I^e« veux cle Calervme en >3 tombe enfermel
<Ilii ne sunt v!u« czue terre, et czue j'ax t»nt »im«,
vescnclent i^n« parier ceNe crreur » mon »me:
I^eur cenclre encor 2imee esteinärZ cette iiame.

,) Oeuvre« äe pdiliove De« ?orte«, nach der mir bekann» ten Ausgabe, Kouen, 1611, in einem ziemlich starten Öctavbande.

t) Hier ist eines zur Probe.

^e vou« ren« zrace, o clei'tel lscr^e»

De« inontl, c!e« eglix, cle« forest« et 6« oree«, (Zlii n,e pllv« cle oenser« soucieux, Lt nui rencle? n>2 volonce content«, (^N2<l»nt dien loin II, milergtile »ttente, Lt le« clelll« äe« coeur« Ämbitieux. veclgn« me« cn2mo« nm oeulee est enclose, 8i mon coro« «lort mon es^>rit le reoos«,

Es vereinigten sich also in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderte mehrere Umstände, einen guten Kopf zu ermuntern, sich der ronsardischen Schule mit noch merklicherem Eifer zu widersetzen, und dem französischen Publicum die ersten Proben der Art von lyrischer Poesie vorzu, legen, die nun in Frankreich für klassisch gelten sollte.

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der Normandie, hatte zuerst in seiner Vaterstadt die Reckte studirt, dann auch die Universitäten zu Heidelberg und zu Basel besucht. Gleichwohl trat er in Kriegsdienste; wie es scheint, aus Eifer für den katholischen Glauben; denn er floh das Haus seines Vaters, als dieser zur protestantischen Kirche überging. Er diente unter der iigue gegen Hein« rich IV,, bis die öffentliche Religionsveränderung: des Monarchen Frankreich beruhigte. Nach dieser Zeit wurde Heinrich IV. der Gegenstand manches Gedichts von Malherbe, der nun auch bei Hofe erschien, und dem Könige als ein Dichter empfoh« len wurde, der seines gleichen nicht habe. Heinrich, in der Schätzung und Belohnung poetischer Talente wenig geübt, glaubte dem Dichter eine Eh, re zu erweisen, als er ihm befahl, ein Gedicht auf die Abreise des Königs nach dem südlichen Frank« reich zu machen; und Malherbe ermangelte nicht, den Befehl zu vollziehen. Nicht weniger besang er Marie'n von Medici, die Gemahlin Heinrich's. .Auch der Tod dieses Königs wurde der Gegenstand eines lyrischen Gedichts von Malherbe. Unter lud« wig XIII. und der Administration des Cardinals Rit chelieu nahm er, wie vorher, an öffentlichen Begeben« heilen Antheil in seinen Versen. Zur Geschichte sei, nes lilterarischen und Privatlebens haben sich cha« rakterisiische Anekdoten genug erhalten. Malherbe war ein rechtlicher, fleißiger, seinen Studien mit Eifer ergebener, aber empfindlicher, nicht sehr verträglicher, und mit kritischen Sarcasmen bis zur derbesten Unhöfiichkeit freigebiger Mann. Was ihm nächst dem katholischen Glauben am meisten interessirte, war seine Muttersprache. Es «erdient bemerkt zu werden, daß dieser Dichter, der

. ... ,:.. ... ^ , .. mit mit einer bis dahin selbst in Frankreich ungewöhnr lichen Vorliebe an der französischen Sprache hing, deren Geist und Reinheit er zu seinem lieblingsstu, diu«, machte, in der Norm an die geboren war, wo diese Sprache ihre erste Bildung erhalten hatte. Ihm gelang es zuerst, das Eigenthümliche der französischen Ver sifi ratio» zu entdecken, das nur einem französischen Ohre ganz vernehmlich ist, weil «S auf einem besondern Rhythmus im Zusammentreffen gewisser Wörter ohne constante Quantität der Sylben beruht "). Nur so weit je« ner, im Grunde rhetorische Rhythmus es ver, langt, achtete Malherbe auf den schwankenden Un, terschied langer und kurzer Sylben in der französischen Versification. Er kannte die alte tilteratur, aber er liebte sie nicht besonders. Die lateinischen Dichter zog er bei weitem den griechischen vor. Pindar soll ihm fast zuwider gewesen seyn. Auch die italienische Poesie konnte er nicht leiden. Unter den lateinischen Dichtern schätzte er feinen höher, als (so erzählen wenigstens seine Biographen) den Statins. Aus diesen Zügen läßt sich schon zum Theil errathen, was für eine Art von Dichter Mall herbe werden konnte. Er arbeitete sehr langsam, wog, prüfte, und verbesserte jede Zeile und jedes Wort mit unermüdetem Fleiße. Mit normannischer Kalte führte er jedes poetische Vorhaben aus. Kri< lisch ging er ein ganzes Exemplar der Werke des Ronsard durch; strich aus, was er verwerflich fand,

bis

, u) VoiI5 enün de« ver« il2n;oi,! ruft La Harpe aus, als

- er auf Malhcrbe kommt; und mit Recht. Schade nur,

daß Nationen, die sich einer Muttersprache mit con»

ftanter Sylbcoharmonie erfreue»» in jenem Ausruf«

> . kein sonderliches Lob finden tonnen.

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