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seS Kunstlichters wohl nichts anders, als ein ftl« ches Feuer gemeint senn, das auch auf dem Red, ner stuhle ähnliche Flammen schlägt, ohne den Geist, den es ergreift, zur poetischen Weltansicht zu erwärmen. Wenn Malherbe einen Gegenstand in einer Ode besingt, wie z.B. die Ankuttft der Marie von Medici in Frankreich und mehrere Be, gebenheiten aus dem leben und der Regierungsgeschichte Heinrich'« IV., und ludwig's Xlll., so stellt er entweder Betrachtungen an, die er geistreich, aber fast immer in der prosaischen Sphäre des Gee genstanhes, ausführt, oder er declamirt. Horazische, oder gar pindarisch« Sprünge in der Ge» dankenverbindung waren ihm schon viel zu eccennisch. Die Betrachtungen und die durch sie ver, anlaßten Empfindungen, die ihm verständig scheinen sollten, mußten regelmäßig wie an einem Faden ablaufen. Nur die Sprache, in der er sie vorträgt, die Bilder, in die er sie, aber mit großer Vorsicht, einkleidet, nehmen zuweilen einen poetischen Flug '). Oefter sind aber diese Bilder in Malherbe's Oden so frostig, daß sie kaum den Werth von Zierra, then haben, z. B. weny er Marie'« von Medici, die zu Schiffe nach Frankreich kam, mit der Ve, nus vergleicht, und den Sturm, den sie unterwe« g«S zu bestehen hatte, aus der leidenschast erklärt, in welche Neptun für sie entbrannte "). Und in

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«) Z. B. in der letzten Strophe der oben angeführten Stel le, und <n einigen folgenden Strophen.

l») Artig im Styl der Galanterie kann dieser Einfall h'issen.

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«r nur selten; aber dann nicht ohne Wahrheit und Amnuth s). Auch einige seiner leichten iieder tres, fen den rechten Ton der poetischen Heilerkeit.

Das Beispiel des Malherbe mußte auf die ganze französische iitteratur wirken, da es .nur ein rascher Fortschritt auf demselben Wege war, den, damals mit wenigerem Glück eine Menge anderer französischer Dichter betraten. Von Malherbe lern« ten diese Dichter, und noch mehr ihre Nachfolger, die Sprache studiren, in der sie glänzen wollten. Aber keiner, bis auf das Zeitalter ludwig's XlV., hat in seinen Versen die Präcision, Feinheit, Wür« de und Eleganz des Ausdrucks der Verse des Mal, herbe erreicht. Und nur noch ein einziger Dichter, außer Malherbe, macht in einer gewissen Sphäre der französischen tilteratur dieses Zeitraums Epoche.

R e g n i e r.

- Mathurin Negnier, der erste klassische Sa« tnrendichter der Franzosen, lebte vom Jahre 157z bis ,6iz. Er war der Sohn eines Bürgers aus der Stadt ChartreS, wurde für den geistlichen Stand erzogen, und erhielt ein Canonicat. Der König

Hein«

x) Z. N. in der schönen Strophe, wo von dem Tode ei« nes jungen Frauenzimmers die Redeist:

LIle etoit äe ce monäe, vu le, ulu« bell« ckole«

Ont le pire äeKin,
Lt rule, eile » vscu ce <zue vivent le« role»,

l.'es^>2ee «1'un watin.

Heinrich IV. versah ihn noch mit einigen Pfründen. Seine Neigung zu satyrischen Compositionen soll sich früh entwickelt haben. Einige seiner Salyren schrieb er in Rom, wohin er zwei Reisen gemacht hat. Uebrigens wird von seinen lebensumstanden weiter «ichts Bedeutendes angemerkt, als, daß er sich durch seinen Witz manche Unannehmlichkeit zw gezogen haben soll. Nicht zum regelmäßigsten soll er gelebt haben, aber doch als ein guter Christ ge, sterben seyn ^).

Regnier gehört zu den vorzüglichsten Köpfen seines Zeltalters. Er wurde didaktischer Satyri, ker durch die natürliche Richtung seiner Geisteschü« tigkeit. Dem Studium und der Nachahmung der Allen verdankt er nur die Bildung seiner Diction. Boileau, der ihn in der Folge verdunkelte, übertrifft ihn in Allem, was zur Eleganz des Styls und der Sprache gehört, aber nicht an Hellem Mick, trefflicher Menschenkenntniß, und kaustischem Dar? stellungStalent; und ein gewisses Gepräge des saty, tischen Genies, das sich in Regnier's Werken

nicht

K) tz>le GlÄbschrlft, die «r sich selbst verfertigt haben soll, ist in Beziehung auf sein christliches Lebensende artig genug. Sie lautet:

^'»i vecu tan« nul pensemeut,
hle lgillant aller äoucement
^ la Könne Ic>i naturelle;
Lt ii m'6tonne fort, pourauni
> 1^2 murt nls lonßer 2 moi,
Hui ne l«nße2l jzmZi« en eile.

Unter den verschiedenen Ausgaben der Werke des Reanier zeichnet sicl, die vollständige: Le, latyr« et au. tre» oeuvrcs äe 8eßnierj I^unäre«, 1729, <N 4t», auch durch äußere Eleganz aus.

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