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der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Doch behielten Ronsard und seine Schule noch lange nachher eine Menge Verehrer. Sonette ohne ron« sardische Phraseologie finden sich unter den Werken vieler französischen Dichter dieses Zeitraums. Aber «inen classischen Sonettendichter, der in dieser Dichtungsart vorzugsweise geglänzt und im petrar« chischen Geist und Styl etwas Vollkommenes her, vorgebracht hätte, giebt es nicht in der französischen titteratur. Auch der besondere Rhythmus der französischen Sprache wollte sich nie recht in die Sonettenform fügen. lieber entstanden nicht in der Menge, wie es der Geist der Nation erwarten ließ. Die herrschende, sehr einseitige Nachahmung der Alten während dieser Periode der französischen Poesie begünstigte die Cultur des liebes nicht. Aber «S hat doch nie in Frankreich eine solche Zeit, wie in Italien gegeben, da man das eigentliche lied dem Volke überlassen und es aus der litteratur verscheucht hätte. Vorzüglich blieb das Ron de« «beliebt, well es durch seinen Refrein den witzigen Ton be, hauptete, der dem französischen Publicum vorzüg, lich gefiel. Auf Oden und so genannte Stanzen wandten sowohl die noch übrigen Anhänger Ronsard's, als die Bewunderer Malherbe's vielen Fleiß. Aber die französische Ode blieb, was sie seit ihrer Entstehung gewesen war, ein oratorischer Vortrag in Versen, geschmückt mit einigen poetischen Bildern. Und die ganze lyrische Manier und Sprache der Franzosen wurde nun nach dem Tone des Hofes gestimmt; denn dieß war das Zeitalter des Cardinals Richelieu.

Theophile Viaud, gewöhnlich bloß Theo, phile genannt, wetteiferte in der Odenpoesie mit

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Jean Franceis Sarazln, aus Caen, gestorben im Jahre 1654, hat einen Vorrath vo« Oden, Stanzen, Sonetten, Madrigalen, und der^ gleichen, hinterlassen. Besonders legte er sich auf die Toiletten poesie oder die Kunst, schönen Damen etwas Artiges in Versen zu sagen. Ein Theil feiner Werke ist die fadeste gereimte Prose ").

Claude de l'Etoile, von vornehmer Familie, und Mitglied der von Richelieu gestifteten französischen Akademie, war auch einer von Denen, die in zierlichen Versen und im Styl der niedrigsten Kriecherei um die Gnade Richelieu's buhlten. Er nannte ihn in einer seiner Stanzen den Mann, "dessen Geist größer ist, als die Welt." .Er verlangte in Beziehung auf seine Verse von diesem großen Manne nichts weiter, "als so viel Zeit, als uöthig sey, um sie zu lesen." Solche Erbärmlichkeiten wurden vortrefflich gefunden und werden noch von französischen' litteratoren gerühmt wegen der reinen Sprache. Auch soll djeser l'Etoile ein strenger Beurcheiler der Werke Anderer gewesen seyn.

Germain Hadert, Abbe und Graf von Cerisy, wandte vielen Fleiß auf eine correct ausge«

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