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Sprache einer ländlichen lebensphilosophie ist ihm vortrefflich gelungen ").

Nach Racan wurden die Schäferdramen im, tner üblicher in Frankreich. Mchr davon soll in der Fortsetzung der Geschichte des französischen Thea» ters erwähnt werden. Unter den französischen Schä, ferdramen aus dieser Periode ist besonders die Silvstnlre von Mairet nicht ohne Werth ").

Der

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Der Verfasser der berühmteren Asirea, von der unten weiter die Rede seyn soll, übertrug die Sil, vanire durch eine Umarbeitung in seinen Schä« ferroman. . .

Der gelehrte Rapin, der um diese Zeit seine lateinischen Eklogen in der Manier Virgil'S schrieb, machte in seiner Mullersprache andere und weniger bedeutende Verse.

3. An neuen Satyre«, Episteln und Epigrammen war, wie seitdem immer, kein Mangel in der französischen litteratur. Aber eS war gewöhnlich unpoetische Satyre, was belon, ders seit den bürgerlichen Kriegen die Federn wltzi, ger Köpfe in Bewegung sehte. Witzig ist aller« dings zum Beispiel die Menippische Satyre (I.2 Lltt^re Xlenippee), ein Werk voll kaustischer Züge zur Verspottung der berühmten tigue, ge« gen welche Heinrich lV. den langen Kampf zu beste« hen hatte. Aber dieses noch immer interessante Werk hat eine durchaus politische Tendenz "). Die Werke des Nabelais gehören zu den saty« tischen Romanen. Kein didaktischer Satyriker erreichte Regnier. Als Epigrammatisten wurde« besonders Gombaud, eines der ersten Mitglieder der französischen Akademie, und Brebeuf, ein Edelmann aus der Normandie, berühmt. Bre, beus übersetzte auch mit vielem Fleiß« den lucan in

fran«

^) 1.3 8«tv« ölsm'ppse, 6e I» vertu äu Oatliolicon «l'LspÄßne Hc. nur vielen Anmerkungen und Zusähen, Katizbonne 172Ü» <n 3 öctavbänden. Man hat auch «ine Pariser Ausgabe, die neuer G.

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ftanzisische Verst. Die Episteln, deren von den meisten französischen Dichtern und Reimern mehrere geschrieben wurden, wirkten mit, das französische Publicum in der alten Ueberzeugung zu befestigen, daß «in artiger Vortrag vernünftiger, oder unter, haltender Gedanken in Versen ein Gedicht sey. Voitüre, derselbe Günstling des Hofes, dessen prosaische Briefsteller«! unter Richelieu eine eigene Art von Epoche in diesem Fache macht, schrieb in seiner Manier auch gereimte Briefe oder Episteln. Zur Charakteristik dieses Briefstellers wird «in schicklicherer Ort im Capitel von der französi« schen Beredsamkeit dieses Zeitraums seyn. Das allegorische Tempelbauen, das nun schon Jahrhunderte lang in Frankreich für eine besonders schöne Art von Poesie galt, wurde unter Richelieu fortgesetzt von Philippe Habert, der in Ml« lltärdiensten stand, und in Alexandrinern einen Tempel des Todes (l^mple 6« 1, »nort) gebauet hat ').

4. Auch die Neigung des französischen Publi« «ums zu komischen Erzählungen in derMa» nier der alten Fabliaur wachte wieder auf. Jean Passe rat, Rechtsgelehrter und Phllolog, «iner der feinsten Köpfe unter Heinrich IV., hat« sehr glücklich den rechten Ton getroffen, die komi» sche Naivecät der alten Fabliaux mit einer elegan, ten Diction und feinen Wendungen des Witzes zu vereinigen. Er wurde der Vorgänger von

Jean

«) Ueber all« diese Dichter und Reimer geben so, wohl die WKIiotKöque ilsn^oil«, «ls die LibUotböyu« soitiyue wettere Auskunft.

Jean lafontaine ^). Passerat hat auch artige So» nette, besonders komische, und mancherlei poetische Kleinigkeiten hinterlassen. Im Zeitalter Riche, lieu's wurde er nicht übertroffen. Aber einzelne Versuche, komische Geschichten in Versen zu erzähi len, findet man genug in den Werken der franzö» fischen schönen Geister aus der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts.

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Zur erzählenden Poesie im höheren Geist

und Styl, besonders zum Epos in französischer

Sprache, fühlte sich keiner dieser Hof? und Ata,

demie» Poeten begeistert, bis Scüdery glaubte^

der Virgil der Franzosen werden zu können. Die

genauer« Erwähnung der schwachen Versuche dieses

Scüdery, der es wagte, sich mit Corneille zu

messen, kann füglich bis zur Geschichte der drit,

ten Periode der französischen Poesie verspan wer,

den. Ein Nicht geringer Theil der Anlage frcml

zösischer

k) Unter den komischen Erzählungen von Passerat hat sich besonders Der Kuckuck (l^a ^letamoroKose ä« l' Komme en cuucou ) im Andenken erhalten» Einem Manne ist seine Frau entlaufen,

, 8»n« äire «äieu l»u bon Komme enclormi.

X lon reveil, il le trouve l»n« eile, >

8»ute äu lit, le« v»Iet« il grelle,

l?ui« I« voilin«, leur conte lon malneur,

8'ecrie »vi seu, »u meurtre. et »u voleur.

OKacun ^ court. 1.2 nouvelle entenäue,

(jue ce n'6toit <zu'une femme r»eräue,

lHuel^ue ßguNeur, «le rire «eclÄtant,

V«. «lire: Q Die»! li m'en avienne »utilnt!

Der Ehrenmann wird nachher in einen Kuckuck ve« , ««ndell. >

Hl s ., .-. ,>V

zösischer Dichter zur episch«» Kunst wurde von der Romanendichtung verschlungen.

5. Mit dem Zeitalter Richelieu'S fängt auch die obscöne Poesie ein eigenes Fach in der fran« zösischen litteratur auszufüllen an. Oben ist ere zählt, wie sich die witzige Polissonerie in der fran» zösischen Utteratur schon zu einer Zeit regte, als im übrigen Europa die romantische Poesie noch sehr unschuldig war. Bis in das sechzehnte Iahrhun« dert ist selbst die italienische litteralur, verglichen mit der französischen, arm an dieser Art von ver, botenen Spielen des Witzes. Seit dem sechzehn? ten Jahrhundert haben die witzigen Köpfe in Frank? «eich mit den Italienern «) in die Wette dieses Feld angebauet. An Eleganz der Frechheit ftan? den sie aber noch lange hinter den Italienern. Was übrigens in der italienischen litteratur die schmutzigen Sonette und Terzinen, sind unter den französischen Gedichten aus der zweiten Hälfte des sechzehnten und der ersten des siebzehnten Jahrhunderts ähnliche lieber, Stanzen und Ron, deaur. Doch giebt es auch dergleichen französische Sonette aus demselben Zeltraum ^).

6. Die Geschichte der dramatischen Poesie der Franzosen von Jodelte bis auf Corneille und

Mo,

8) Nergl. diese Gesch. der Poesie und Beredsamkeit, Band ll. S. 222 ff.

l>) Eine hinreichende Sammlung von französischen Ver« sen prtapejischen Inhalts findet man in den l'roi« !ivr« 6e l» Xlule iolattre, recnercke« 6e« plu« Kesux elprit« 6e ce t-mp«, ^e»« (doch wohl nur angeblich), 1Ü97. Die Worte <ie « tem^ reichen weit zurück, wie die Sprache beweiset.

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