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Mäusenten aurüchsen auf ein so zehirlatritt dess här

lassen; zu beliebiger Zeit konnten Gasproben zur eudiometrischen Untersuchung aus dem Athmungsraum genommen werden.

Hund und Katze waren gegen die Erstickungsnoth empfindlicher, als Kaninchen; eine Henne zeigte die mit der Luftverschlechterung eintretenden Athmenbeschwerden auffallend früh; bei einer Schlange trat auffallender Weise Erstickungsnoth bei einer Zusammensetzung der Luft des Athmungsraums, bei der Kaninchen nur ganz leichte Beschwerden hatten; doch hatte die Schlange bereits viele Tage in dem Behälter zugebracht.

Wurden die Thiere bis zum Eintritt des Erstickungstodes in dem Behälter gelassen, so zehrten sie den Sauerstoff bis auf geringe Mengen auf und liessen weit kleinere Kohlensäureprocente zurück, als dem verbrauchten Sauerstoff entsprach. Mäuse und Ratten sollen zuweilen geringe Mengen von Wasserstoff oder einfach Kohlenwasserstoff liefern, welche jedoch möglicherweise auch aus dem Darm stammen konnten.

Wenn die Aufnahme und Abgabe der Kohlensäure aus dem Blute nach dem Gesetz der Diffusion erfolgt, 80 wird ein in einem abgesperrten Raum athmendes Thier die Luft nur bis höchstens zu dem Grade mit Kohlensäure beladen können, dass die Spannung der Kohlensäure innerhalb und ausserhalb des Blutes die gleiche ist: wenn die Beziehungen des Blutes zur Kohlensäure dieselben bleiben, so würde die Spannung der Kohlensäure im Blute sich finden lassen aus dem Kohlensäuregehalt der Luft des Athmungsraums zur Zeit der höchsten Erstickungnoth. Valentin nennt denjenigen Partiardruck der äussern Kohlensäure, bei welchem weder Aufnahme noch Abgabe von Kohlensäure aus dem Blute stattfindet, den Indifferenzwerth: nach seinen Beobachtungen ist dieser Indifferenzwerth jedenfalls · nicht kleiner als 12,2 --- 15,8% bei Kaninchen, 14,5°% bei Meerschweinchen, 11-12,4% bei der Katze, 15,1—15,3% beim Hunde, 6,0–12,1% bei der Maus und 9,0 – 14,3% bei der Ratte, Zahlen, welche der Verf. für richtiger hält; als die bekannte von Becher ermittelte Zahl von 80% für die Kohlensäurespannung in der Lunge. (?) Säugethiere starben früher, als der Kohlensäuregehalt der umgebenden Luft jenen Indifferenzwerth erreicht hatte. -- Bezüglich weiterer Erörterungen, die der Verf. an seine Beobachtungen anknüpft, muss auf das Original verwiesen werden.

Oxydationen und Zersetzungen im Blute. Stokvis unternahm neue Versuche über das Verhalten in den Darm eingeführter Harnsäure im Körper, indem er bemerkte, dass die zur Constatirung der Ergebnisse von Wöhler und Frerichs unternommenen Versuche Neubauer's (Bericht 1856. p. 268) und Gallois' (Bericht 1857, p. 312), welche letztere von den Resultaten jener abwichen, fast nur an Kaninchen angestellt sind, welche Thiere nach des Verfs. Untersuchungen selbst keine Harnsäure produciren.

Stokvis experimentirte am Menschen und an Hunden. Bei in jeder Beziehung regelmässiger Lebensweise beobachtete Stokvis an sich selbst nach Einnahme von harnsaurem Natron wiederholt eine deutliche Vermehrung des Harnstoffs, bestätigte also die früheren Angaben bis auf die gegentheiligen von Gallois. Als Hunde zuerst mit Fleisch, dann mit harnsäurehaltiger Rindsmilz gefüttert wurden, konnte keine Vermehrung des Harnstoffs wahrgenommen werden; der Harn enthielt bei Fleischkost keine Harnsäure, sehr wenig bei dem Genuss der Milz; doch meint Stokvis, dass keinenfalls alle genossene Harpsäure im Harn als solche wieder erschien.

Nach Injectionen von harnsaurem Natron in's Blut starben die Hunde. Dagegen gelangen Injectionen von harnsaurem Ammoniak. Die Resultate, welche von einem derartigen Versuch mitgetheilt sind, sollen nach Stokvis deutlich die Bildung von Harnstoff aus Harnsäure beweisen, was Ref. nicht versteht, vielleicht sind Druckfehler da. Klar ist aus den Zahlen nur, dass keine Harnsäure im Harn gefunden wurde.

Ausser dem Harnstoff, meint Stokvis, werde Allantoin aus der Harnsäure entstehen, Wöhler's und Frerichs' Ansicht, dafür scheint ihm Gorup's Angabe zu sprechen, dass bei Einwirkung von Ozon auf Harnsäure Harnstoff und Allantoin entsteht (Bericht 1858. p. 334.), dass aber Allantoin nicht im Harn erscheint, fand Stokvis bestätigt; dasselbe würde im Körper weiter zersetzt.

Versuche, welche Stokvis an sich anstellte um zu prüfen, ob Allantoin im Körper in Harnstoff übergehe, sollen dies nach der Meinung des Verf. beweisen, sind aber wohl kaum als hinreichend anzuerkennen. Auf Oxalsäure im Harn nach Harnsäuregenuss prüfte Stokvis seinen Harn nur mikroskopisch mit negativem Resultat.

Neukomm prüfte mit Rücksicht auf die Controverse über das Verhalten der Gallensäuren im Kreislauf die Grenze der Pettenkoferischen Reaction für die Gallensäuren: wurde nach Pettenkofer's Vorschrift verfahren, so gab eine 0,04% Cholsäurelösung nur noch schwach weinrothe Färbung, eine 0,01 % Lösung nur eine gelbe Färbung. Die Lösungen der Glycocholsäure zeigten bei gleicher Concentration merklich schwächere Farben reaction. Die Grenzen der Reaction werden

nach des Verfs. Erfahrungen bedeutend erweitert, wenn ein etwas anderes Verfahren angewendet wird: ein Tropfen einer 0,05°,o Cholsäure- oder Glycocholsäurelösung in einer Porzellanschale mit einem Tropfen verdünnter Schwefelsäure (4 Thl. HO+ 1 Thl. HOSO3) und einer Spur Zuckerlösung vermischt gab unter Umschwenken und gelinden Erwärmen eine sehr schöne purpurviolette Färbung, deren Intensität bei einigem Stehen der Probe zunahm. Acht Tropfen = 1 CC gerechnet, weist jene Probe also 0,06 Mgr. Gallensäure nach. Unter gehöriger Concentration wurde mit 1 CC einer 0,01% Lösung beider Gallensäuren die schönste Reaction erhalten, während die Probe auf die Pettenkofer'sche Weise (Anwendung von 3 CC) angestellt ohne Resultat blieb. - Die Methode, welche Hoppe angab, und deren sich Kühne bediente, um etwaige Gallensäuren im Harn nachzuweisen (siehe den Bericht 1858. p. 326), fand Neukomm unzuverlässig, weil sie bei Zusatz nicht unbedeutender Mengen von Gallensäuren nur ein zweideutiges Resultat lieferte und zur Nachweisung kleiner Mengen ganz unbrauchbar sei. Versuche wurden gemacht mit 0,1 Gr. glycocholsaurem Natron auf 500 CC normalen Harn und mit 0,05 Gr. Glycocholsäure auf 500 CC Harn. Die positiven Resultate, welche Kühne sowohl bei solchen Versuchen wie auch bei Icterus mit Hoppe's Verfahren erhielt, glaubt Neukomm auf eine Verwechselung zwischen Gallensubstanzen und andere durch Schwefelsäure sich roth färbende Körper zurückführen zu müssen (vergl. unten).

Durch basisch - essigsäures Bleioxyd lässt sich nach Neukomm's Versuchen die Cholsäure selbst bei 200000-facher Ver- . dünnung in hinreichender Menge fällen, um sie in oben angegebener Weise mit Sicherheit nachweisen zu können. Die Glycocholsäure ist nicht so vollständig durch Bleiessig fällbar, bei 100000-facher Verdünnung aber wurde sie noch in der Weise gefällt, dass der Nachweis im Niederschlage mit Sicherheit gelang.

Auch beim Harn führte die Fällung mit Bleiessig zum Ziele, wenn vorher die anorganischen Salze möglichst vollständig entfernt worden waren. Neukomm concentrirte den Harn zum Syrup, extrahirte mit Spiritus, verdampfte die Lösung und extrahirte den Rückstand mit absolutem Alkohol. Das im Wasser gelöste Extract wurde dann mit Bleiessig gefällt und zur möglichsten Entfernung anderer Substanzen das gallerisaure Blei mit siedendem Weingeist extrahirt und in die Natronverbindung verwandelt. Diese enthielt neben den Gallensäuren immer noch kleine Mengen eines harzigen Harn

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bestandtheils, welcher sich mit Schwefelsäure braunröthlich, zuweilen auch schwach blau oder violett und beim Erwärmen unter Zuckerzusatz roth- bis gelbbraun färbt. Selten war diese Färbung so stark, dass dadurch die Gallenreaction verdeckt wurde, und war es der Fall, so liessen sich die Gallensäuren reiner erhalten durch nochmaliges Ausfällen mit Bleiessig und Zerlegung des Niederschlages mit kohlensaurem Natron.

Neukomm erwähnt auch der violetten oder weinrothen Färbungen, welche normaler Harn bei Zusatz von Schwefelsäure zeigt, von denen diejenigen, welche nach Schneyder (Bericht 1859. p. 331) bei Gegenwart von Zucker eintreten sollen, schwerlich mit Sicherheit zu unterscheiden sein dürften.

So gelang es nun dem Verf. durch seine Modification des Darstellungs- und Nachweisungsverfahrens 0,001 % Glycocholsäure im Harn nachzuweisen, während nach Hoppe's Verfahren der Nachweis kaum bei 0,02'/o möglich war. Gegen Hoppe's Verfahren, die Choloidinsäure aus dem Harn darzustellen, macht Neukomm noch besonders geltend, dass bei dem Kochen des Harns mit Salzsäure jedenfalls eingreifende Zersetzungen stattfinden, und die etwaige Choloidinsäure jedenfalls in einem Gemenge verschiedener Körper enthalten sei, unter denen leicht solche sein können, welche mit Schwefelsäure und Zucker ähnliche Färbungen geben wie die Gallensäuren. Beiläufig fand Neukomm die Ricinölsäure ganz besonders ähnlich der Gallensäure hinsichtlich jener Reaction.

Neukomm prüfte nun die Angaben Kühne's über Vorkommen von Gallensäuren im Harn Icterischer (vergl. a. a. 0. p. 327). In dem stark braungefärbten Harn eines Icterischen mit Verstopfung des Ductus choledochus konnte, als 500 CC in oben angegebener Weise in Arbeit genommen wurden, die Gallensäurereaction auf die gewöhnliche Weise nicht erhalten werden, wohl aber als jene Prüfung „in der Porzellanschale“ angestellt wurde. Nach Verarbeitung von 1200 CC Harn eines Icterischen mit Cirrhose und Erweichung der Leber gab die in gewöhnlicher Weise angestellte Probe ein zweifelhaftes Resultat, ein sicheres positives Resultat aber wiederum jene Prüfung „in der Porzellanschale“.

Nachdem einem Hunde 0,8 Gr. glycocholsaures Natron in 11 CC Wasser gelöst · langsam in eine Cruralvene injicirt worden war, nach vorhergehender äquivalenter Blutentziehung, wurden 12--15 Stunden nachher 300 CC, 36 Stunden nachher 400 CC Harn erhalten, in welchen beiden Portionen keine irgend erhebliche Menge von Gallensäure aufgefunden werden konnte. Nach Injection von 1,5 Gr. glycocholsaurem Natron

in 12 CC Wasser konnten in drei Harnportionen von 500 bis 580 CC, deren zwei nach Neukomm's Verfahren, eine nach Hoppe's Verfahren untersucht wurden, keine Gallensäuren mit Sicherheit nachgewiesen werden. Farbenreactionen mit Schwefelsäure und Zucker wurden mit den betreffenden Rückständen allerdings erhalten, aber nicht denen der Gallensäuren entsprechend. Dagegen enthielt der Harn Gallenfarbstoff; dasselbe .negative Resultat bezüglich der Gallensäuren wurde noch drei Male nach Injection von glycocholsaurem Natron bei Hunden erhalten. Zwei Mal wurden Spuren von Gallensäuren mit Hülfe der Neukomm'schen Methode im Harn entdeckt. —

· Die Menge von Gallensäure, welche in obigen beiden Fällen von Icterus beim Menschen in den 500 CC und in den 1200 CC Harn nachgewiesen wurde, überstieg, so schliesst Neukomm, keinesfalls 5 Mgr., den wenn eine grössere Menge zugegen gewesen wäre, so hätte die Nachweisung auf die gewöhnliche Weise gelingen müssen. Bei den Hunden, denen 1-2 Gr. glycocholsaures Natron injicirt worden war, hätte auch bei langsamer Abscheidung der Gallensäure in dem untersuchten Harn doch immerhin 1/2-1 Gr. glycocholsaures Natron sich finden müssen, wenn die Gallensäure unverändert in den Harn überginge, Die wirklich im Harn vorhandene Menge muss aber bedeutend geringer gewesen sein. Für die Icterischen meint Neukomm ebenfalls, dass die im Harn vorhandene Menge von Gallensäure jedenfalls nicht der Menge in der Leber gebildeten Gallensäure entspreche; und somit schliesst er, dass die in's Blut getretenen Gallensäuren nur spurweise in den Harn übergehen, · womit er den gegen Frerichs und Staedeler gerichteten Angaben Kühne's entgegentritt. Kühne habe, meint Neukomm, sich durch die Färbungen täuschen lassen, welche Farb- und Extractivstoffe des Harns mit Schwefelsäure allein schon geben.

Die Beobachtung Frerichs, dass bei Einführung von Gallensäuren in's Blut Pigmentbildung stattfindet, Gallenfarbstoff im Harn erscheint, wird durch einige Versuche Neukomm's wiederum bestätigt; doch bemerkt derselbe, dass die Ausnahmefälle nicht zu übersehen seien; es müssen günstige Umstände walten, wenn die Bildung von Pigment aus Gallensäure stattfinden soll.

Kühne, der das Auftreten von Gallenfarbstoff im Harn nach Injection von Gallensäure in’s Blut zwar ebenfalls beobachtete, gab dieser Erscheinung eine andere Deutung, leitete den Gallenfarbstoff nämlich von durch die Gallensäure aufgelöstem Blutfarbstoff her (Bericht 1858. p. 324). Neukomm will zwar keinesweges die Möglichkeit der Bildung von

Henle u. Meissner, Bericht 1860.

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